BERICHT ZUM AÖK-INSTRUKTOREN-TREFFEN AN DER VETMEDUNI WIEN 

„Auch Instruktoren müssen sich fortlaufend weiterbilden“ – Unter diesem Motto stand das letzte physische AÖK-Instruktoren-Treffen am 1. Oktober 2020 an der Vetmeduni Wien. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Corona-Zahlen bereits wieder stetig am Ansteigen waren. An diesem ganztägigen Workshop, organisiert von Johann Kofler, nahmen neben dem AÖK-Obmann Stefan Öschlberger, auch Johannes Berger, George Madlmayr, Dietmar Rinner und Stefan Winkler teil. Wie man an den Namen der teilnehmenden AÖK-Instruktoren erkennen kann, war für niemanden der Weg nach Wien zu weit gewesen.

Das Thema des Workshops war die Abstimmung der Klauenpflege-Instruktoren untereinander, in der korrekten Durchführung der 5 Schritte der funktionellen Klauenpflege im Rahmen von Klauenpflegelehrgängen. Solche regelmäßigen Abstimmungen der verschiedenen Ausbilder untereinander, in der korrekten Durchführung der 5 Arbeitsschritte, sind enorm wichtig, da ja alle in diversen Klauenpflege-Lehrgängen als Instruktoren tätig sind, und man als Teilnehmer solcher Lehrgänge ja eine Ausbildung 

erwartet, welche überall nach denselben Regeln gelehrt wird.

Die wichtigsten Diskussionspunkte, die im Workshop erarbeitet wurden, waren:

● Wie und ab wo genau führt man die korrekte Vorderwandlängenmessung durch?

● Wie misst bzw. vergleicht man die Trachtenhöhen der beiden Klauen bevor man mit der Klauenpflege beginnt?

● Wie wird die keilförmige Entlastung korrekt durchgeführt? Wieviel an Sohlenfläche bleibt vorne an Sohlenspitze stehen?

● Wann ist die keilförmige Entlastung wirklich ausreichend bei WLD, SG bzw. wann MUSS unbedingt ein Klotz geklebt werden?

· Verwendung der neuen „European Hoof Care Schablone“

 

Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit an Schlachthofklauen diese Punkte umzusetzen, das Für und Wider bestimmter Methoden auszuprobieren und die jeweiligen Ergebnisse zu diskutieren.

Am Ende des Workshops wurden sogenannte Lehrstandards für die Ausbildung in der Funktionellen Klauenpflege formuliert, welche durch AÖK-Instruktoren in den jeweiligen Lehrgängen angewendet werden sollen, ganz egal ob diese in Gumpenstein, Kärnten, Tirol, Nieder- oder Oberösterreich stattfinden.

Der Workshop schloss mit einem gemeinsamen, etwas verspäteten Mittagessen sowie mit einem Rundgang durch die Wiederkäuer – und Pferdeklinik ab, so dass alle Teilnehmer einen guten Eindruck gewinnen konnten, wie und wo lahme Rinder, wenn sie an die Uni zugewiesen werden untersucht und behandelt (operiert) werden. 

Johann Kofler, Vetmeduni Wien